Kommunistische Initiative Dresden

Mobilisierung fortsetzen!

Seit ein paar Tagen wird über sämtliche bürgerliche Medien herumposaunt, die Faschisten hätten ihre Aufmärsche am 18.02. in Dresden abgesagt. Allerdings ging's in den Meldungen nur um den Rückzug der Anmeldungen einer Gruppe Faschisten, nämlich der JLO. Über andere Anmeldungen wurde keine Aussage getroffen. Warum sind diese Meldungen so oder so unglaubwürdig?

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13. Februar 1945 - Dresden mahnt

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Um zu verstehen, was den Bombenangriff auf Dresden so besonders macht, ist die Kenntnis einiger Tatsachen erforderlich.

Der Angriff war langfristig geplant. Und so angelegt, ein Höchstmaß an zivilen Opfern zu fordern. Im Vergleich zu ähnlichen und auch größeren Angriffen starben vielfach mehr Menschen. Dieser Angriff war im doppelten Sinne ein imperialistisches Verbrechen: verursacht, vorgemacht, ermöglicht und begünstigt durch das faschistische Deutsche Reich, aber begangen durch die imperialistischen Staaten USA und Großbritannien.

Die Verbrechen der imperialistischen Mächte Großbritannien und USA

Die deutschen Faschisten begannen damit, ihre Bombenangriffe vorwiegend gegen Wohngebiete von Großstädten zu richten. Was aber keine Entschuldigung dafür sein kann, daß die imperialistischen Kriegsgegner USA und Großbritannien ebenfalls verbrecherisch handelten.

Zum Zeitpunkt des Angriffs auf Dresden hatte sich die Annahme, damit den Widerstandswillen der Bevölkerung zu brechen, als falsch erwiesen. (Allerdings hat sich an der imperialistischen Militärdoktrin, überwiegend zivile Infrastruktur und Zivilisten zu vernichten, bis heute nichts geändert; die Blutspur zieht sich durch alle gegenwärtigen imperialistischen Aggressionskriege, vom jugoslawischen Varvarin über das afghanische Kundus bis hin zum libyschen Tripolis. http://www.jungewelt.de/2009/04-03/047.php)
Bürgerliche Auftragsschreiberlinge faseln in diesem Zusammenhang gern von „alliierten“ Bombenangriffen. Tatsache ist aber, daß sich die Sowjetunion weder an dem Terrorangriff auf Dresden beteiligte noch ihn billigte noch selbst derartige Angriffe durchführte.

Der Angriff auf Dresden war eindeutig nicht gegen militärisch bedeutsame Ziele gerichtet, sondern darauf angelegt, ein Maximum an Menschenleben zu vernichten. Die erste Angriffswelle zielte mit ihrem hohen Anteil Brandbomben darauf ab, einen Feuersturm zu verursachen. Dieser sollte nicht nur Überlebenden die Flucht unmöglich machen, sondern zu dem Zeitpunkt war auch schon bekannt, daß im Falle eines Feuersturms die Mehrzahl der Opfer nicht durch direkte Bombenwirkung stirbt, sondern erstickt und verbrennt. Die zweite Angriffswelle erfolgte überwiegend mit Sprengbomben in solchem zeitlichem Abstand, daß möglichst viele inzwischen eingetroffene Helfer vernichtet werden. Die dritte Welle richtete sich nochmals gezielt gegen Rückzugsgebiete der Überlebenden. Zudem erfolgte massiv eine gezielte Menschenjagd mit den Bordwaffen von Tieffliegern. (Letztere von imperialistischen „Historikern“ wie Frederick Taylor oft geleugnete Tatsache wurde auf einer Veranstaltung ebendieses Herrn Taylor am 20.01.2005 in Dresden durch überlebende Augenzeugen bestätigt: Geschichtsfälscher 2005: Frederick Taylor ...) Kriegswichtige Ziele (Militärobjekte, Rüstungsbetriebe, ein großes Tanklager) lagen hingegen ausdrücklich nicht im exakt eingehaltenen Angriffssektor.

Auch die von imperialistischen Politikern und „Historikern“ oft aufgestellte Behauptung, die vorrückende Sowjetarmee sei durch die Angriffe unterstützt worden, ist eine Lüge. Denn was waren die Ziele?
Erstens wollte Churchill für die Verhandlungen auf der Jaltakonferenz durch einen eindrucksvollen „Erfolg“ seine Verhandlungsposition gegenüber der Sowjetunion aufbessern, deren Winteroffensive riesige Erfolge zeigte. Allerdings kam geeignetes Wetter für dieses Ziel des Angriffs zu spät.
Zweitens sollte der verbrecherische Angriff der Sowjetunion demonstrieren, wozu die britischen und US-amerikanischen Streitkräfte nicht nur fähig, sondern auch bereit sind. Die USA bewiesen das ja nochmals eindrucksvoll in Hiroshima und Nagasaki. Ein Glück für Dresden, daß die Atombomben noch nicht vor der Niederschlagung des deutschen Faschismus fertig waren. Dresden war zumindest eines der vorgesehenen Ziele, wie die Planungsunterlagen des Angriffs auf Dresden beweisen – wenn nicht sogar DAS Ziel.
Drittens wurde – wie bereits erwähnt – eine Angriffstaktik getestet, welche ein Maximum ziviler Opfer fordert.
Viertens wurden wichtige Verkehrswege zerstört und eine schwer passierbare Trümmerwüste geschaffen, um den Vormarsch der Sowjetarmee zu behindern. Dadurch gewannen die imperialistischen Mächte Zeit, größere Teile des faschistischen Deutschen Reiches zu besetzen und der Kontrolle der SU und damit dem sozialistischen Einfluß zu entziehen.
Fünftens war klar, daß Dresden in den sowjetisch kontrollierten Gebieten liegen wird. Durch seine Zerstörung wurden schon „vorsorglich“ die Bedingungen des Wiederaufbaus verschlechtert – hier wurde bereits der Grundstein für die fortgesetzte und verschärfte Systemauseinandersetzung zwischen Imperialismus und Sozialismus gelegt. Die wurde ja dann tatsächlich mit allen Mitteln durch die imperialistischen Mächte vorangetrieben, sowohl im „Kalten Krieg“ als auch in „heißen“ Kriegen wie gegen Korea und Vietnam. Auch dort wurde wieder sichtbar, daß die imperialistischen Mächte vor keinem Verbrechen zurückschrecken und ihre Kriegsziele vor Allem Zivilisten und Infrastruktur sind.

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Mobilisierung läuft

Der 13. Februar rückt näher und die Kommunistische Initiative unterstützt die Mobilisierungskampagne des Bündnisses Dresden-Nazifrei aktiv im Versand, um die Faschistenaufmärsche auch dieses Jahr wieder zu vereiteln. Wer noch Material braucht: Plakate, Flyer, Buttons, T-Shirts, etc. gibt’s hier:

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Warm-Up-Blockade

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Am 22.12. rief sich das Bündnis Dresden-Nazifrei in Bewusstsein der weihnachtsshoppenden Dresdner auf der Prager Straße. Angesagt war eine „Warm-Up-Blockade“ und Flyer verteilen um zum Blockieren des Faschistenaufmarsches im Februar aufzurufen.

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Leider fiel die Entscheidung, die Aktion vorher öffentlich anzukündigen, erst am Abend vorher, und so waren wir dann auch nur (aber immerhin) etwa 30 Aktivisten. Wir stießen sowohl auf Interesse und Zustimmung, als auch auf Gleichgültigkeit und vereinzelt sogar Ablehnung bei den Dresdnern. Einige Polizisten beobachteten unser Treiben argwöhnisch und machten Fotos.

 

Dresden Nazifrei: Blockieren weiterhin trainieren!

Update!

Nächstes Blockadetraining am Mittwoch, 14.12.2011, um 19 Uhr bei Ver.di in der Cottaer Straße 2, 01159 Dresden

Das letzte Blockadetraining hat den Bedarf an Informations- und Trainingsveranstaltungen rund um die Antinaziproteste 2012 gezeigt. Deswegen bieten wir, wie angekündigt, nun weitere Blockadetrainings an. Kommt vorbei und macht mit. Je besser ihr informiert seid, umso angemessener und besonnener könnt ihr euch auf Blockaden verhalten.

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Rückblick

Am Samstag haben wir gemeinsam mit 70 Personen aller Altersstufen blockieren „geübt“. Dabei ging es um praktische Tipps zum Verhalten und Organisieren auf Demonstrationen und Blockaden, um Rechtstipps, um Hinweise zum richtigen Demorucksack. Auch wie man sich zu Bezugsgruppen zusammenfindet und basisdemokratische Entscheidungen durch Delegation herbeiführen kann, wurde besprochen.

Jette Küster, Teilnehmerin des Trainings sagte: „Ich fühle mich durch das Training bestärkt und sicherer im Umgang mit Demonstrationen und würde gern an Fortsetzungen teilnehmen. Ich bin im nächsten Februar auf jeden Fall wieder auf den Blockaden gegen den Nazigroßaufmarsch dabei.“

Wir möchten noch einmal allen Teilnehmenden danken, auch den Vertretern der Parteien, Organisationen, Vereine und Gewerkschaften. Insbesondere ver.di gilt Dank für die Standhaftigkeit im Vorfeld.

Als letztes: Auch die Evangelische Kirche in Deutschland bekundete ihre Unterstützung. In einer am 9. November veröffentlichten Stellungnahme hieß es: „Wir haben Verständnis für Menschen, die aus Gewissensgründen Neonazidemonstrationen gewaltfrei blockieren. Dies hat in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland mehrfach zu positiven Veränderungen in Politik und Gesellschaft geführt.“

Weitere Blockadetrainings folgen. Infos gibt es hier und bei Facebook/Twitter. Nutzt die Gelegenheit und nehmt teil. In unübersichtlichen Situationen ist Routine eine wichtige Zutat für notwendige Gelassenheit.

 
DSK

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